Abolitionismus: Tierausbeutung abschaffen, nicht reformieren

Abolitionismus bedeutet Abschaffung. Analog zum historischen Abolitionismus (der Abschaffung der Sklaverei) wird damit heute die Forderung nach Abschaffung der Tierausbeutung und Etablierung von Tierrechten bezeichnet. Er richtet sich gegen den Reformismus, der durch den Neuen Tierschutz vertreten wird (siehe Basisinformationen). Der Veganismus ist die persönliche Basis eines jeden Tierrechtlers.

6. Januar 2011

[Pressespiegel] Vegane Lebensmittelskandale

Ein Skandal um illegale Tofu-Importe aus Großbritannien verunsicherte 1997 die Verbraucher. Aus Angst vor der Tofuseuche DSE wurden in Deutschland Tausende Sojapflanzen getötet, der Konsum von Tofu ging drastisch zurück. Im Jahr 2000 wurde trotz der Sicherheitsvorkehrungen auch bei einem deutschen Tofu der sogennante Tofuschwamm festgestellt. Als Auslöser der Krankheit gilt die Düngung mit Sojamehl und Sojafett, die 2001 europaweit verboten wurde.

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12. Dezember 2010

[Rezension] Sandra Hood: Feeding your vegan infant – with confidence

Sandra Hood: Feeding your vegan infant – with confidence. A practical guide from pre-conception through to pre-school, hg. von der Vegan Society England unter Mitarbeit Louise Blake, Sussex 2005

Die Erziehung von Kleinkindern ist und war schon immer ein an sich schwieriges Thema, zu dem es auch generell viel Ratgeberliteratur gibt. Heikel wird es erst recht beim Thema Ernährung, da bei diesem Thema fast alle (auch die sogenannten Experten) etwas anderes sagen und sich die Aussagen nicht selten direkt widersprechen. Und kompliziert wird es schließlich beim Thema Veganismus, denn von veganer Kinderernährung raten oftmals selbst die ab, die Veganismus nicht grundsätzlich negativ gegenüberstehen. Auf diesem Ratgeber der veganen Gesellschaft England, verfasst von einer Ernährungsexpertin in Zusammenarbeit mit einer veganen Mutter, lasten entsprechend hohe Erwartungen.

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8. Dezember 2010

[PM] Internationaler Tierrechtstag - 10. Dezember 2010

Ein halbes Jahrhundert nach der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte am 10. Dezember 1948 wurde der Tag der Menschenrechte zum Tag der Tierrechte erweitert. Dadurch wurde zum Ausdruck gebracht, dass Rechte nicht nur unabhängig von Ethnie, Geschlecht, Alter usw., sondern auch unabhängig von der Spezies notwendig sind. Der Tag ist somit nicht nur den Rechten von Menschen, sondern auch denen anderer Tiere gewidmet. Selbstverständlich sind Tierrechte automatisch auch Menschenrechte (da Menschen Tiere sind).

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3. Dezember 2010

Blutige Idylle

Eine "neue Bewegung" sei es. Es sind Organisationen wie "Bauernhöfe statt Agarfabriken", die sich gegen die Massentierhaltung aussprechen und für mehr Tierschutz einsetzen. Über diese Bewegung wird behauptet, sie erhebe Foers Buch Tiere essen, das zu "bewussterem Fleischkonsum" (O-Ton) aufruft, zum "Manifest". Von außen werden sie als gute Bürger proträtiert, die um die Bauern (nicht: Landwirte) und deren Existenz besorgt sind und natürlich auch um die Tiere. Denen gehe es in den "Agrarfabriken" schlecht und sie hätten es auf Bauernhöfen – wie auch immer die aussehen sollen – besser.
Die Gegner antworten, die Höhe des Tierschutzes hänge nicht von der Anzahl der Tiere bzw. der Größe des Betriebs ab. Auch bei großen Betrieben könne es den Tieren gut gehen und auch in kleinen Betrieben komme es nicht selten zu Verstößen gegen das Tierschutzgesetz. Man müsse nicht die Anzahl der Tiere pro Betrieb verringern, sondern nur die Betriebe entsprechend den Tierschutzvorgaben bauen und dann hätten es die Tiere gut.

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30. November 2010

[Pressespiegel] Zu viel Realität

"Kinder sind neugierig, wo ihr Essen herkommt. Ich denke es sollte nichts Falsches daran sein ihnen zu zeigen, wo ihr Fleisch herkommt", dachte sich der Lehrer einer fünften Klasse in den USA und machte eine Schulexkursion in ein Schlachthaus. Während die speziesistische Indoktrination meist subtiler geschieht und den Kindern einfach die Tierprodukte aufgezwängt werden, funktionierte diese Methode nicht so gut.

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7. November 2010

[Rezension] Gary L. Francione: Animals as Persons

Francione dürfte jedem, der sich intensiver mit zeitgenössischer Tierrechtstheorie auseinandersetzt, ein Begriff sein. Wie Gary Steiner im Vorwort zum vorliegenden Buch konzise und treffend herausstellt, war und ist Francione einer der ersten, die mit der Singer-Regan-Dominanz brechen. Denn diesen beiden haben das anthropozentrische Denken noch nicht überwunden und gestehen nm.en Tieren nur in Hinblick auf menschenähnliche Merkmale Rechte zu. Auch ist er einer der ersten, die die Schädlichkeit des Reformismus klar benannten und unermüdlich kritisiert haben. Drei Bücher von ihm wurden hier bereits besprochen, diesmal erwartet den Leser etwas anderes: Eine Aufsatzsammlung bestehend aus sieben Beiträgen, fünf jüngeren und zwei älteren Datums, die hierfür nochmals überarbeitet wurden, sowie eine umfangreiche Einführung.

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